Newsletter März 2023

 

in den ersten Märzwochen lag unser Schwerpunkt auf den Themenwochen gegen Antiziganismus. Nach der erfolgreichen Eröffnung der Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner – Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“, die noch bis zum 23. März im Landtag Rheinland-Pfalz zu sehen ist, fanden drei begleitende Abendvorträge in unserem Haus statt.
Nun stehen bereits nächste Veranstaltungen bei uns an, auf die wir in diesem Newsletter gerne hinweisen.

 

Rückblick: Themenwochen gegen Antiziganismus

Am 23. Februar wurde im Deutschhaus des Landtags die Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner – Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“ feierlich eröffnet; so sprachen unter anderem Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Landtagspräsident Hendrik Hering sowie der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose. Begleitend zur Schau der Ausstellung, wurden auch verschiedene Vorträge und Bildungsangebote organisiert. In Kooperation mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz fanden im Rahmen der Themenwochen gegen Antiziganismus gleich drei Vortragsabende im Haus des Erinnerns statt:

  •  Am 2. März widmete sich Dr. Karola Fings in ihrem Vortrag dem Thema „Dimensionen des Völkermordes an den Sinti und Roma“.
  • Die Verfolgung der Mainzer Sinti zwischen 1933 und 1945 stand im Zentrum des Vortrages von Herbert Heuß, des ehemaligen wissenschaftlichen Leiters im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, am 7. März.
  • Am 9. März beleuchtete Dr. Frank Reuter, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg, den langen Weg zur Anerkennung für deutsche Sinti und Roma in der Nachkriegszeit.

Zu allen Veranstaltungen finden sich nun Nachberichte auf unserer Homepage.

 

Veranstaltungsankündigung: 175 Jahre Märzrevolution 1848–2023

Im Programm des Jubiläums 175 Jahre Märzrevolution beteiligen wir uns mit verschiedenen Veranstaltungen, von denen die erste bereits im März stattfindet:

Stadtführung: Auf den Spuren der Demokratie durch Mainz

  1. März 2023 | 17 Uhr | Treffpunkt: Haus des Erinnerns

In einer eineinhalbstündigen Führung mit sechs Stationen geht man bei diesem Stadtrundgang durch zwei Jahrhunderte der städtischen Demokratiegeschichte. Darin zeichnen wir den Kampf um Grund- und Freiheitsrechte, aber auch die Rückschritte und Einschnitte auf dem Weg zu unserer heutigen Gesellschaft nach. Beginnend mit der Mainzer Republik 1793, über die Revolution von 1848, Neuanfang und Gefährdung in der Weimarer Republik und die Ausschaltung der Demokratie unter dem Regime des Nationalsozialismus bis hin zum Wiederaufbau und der Schaffung des Landes Rheinland-Pfalz bietet der Stadtrundgang einen Überblick über die historischen Entwicklungen in unserer Landeshauptstadt.

Um Anmeldung wird gebeten: cornelia.dold@haus-des-erinnerns-mainz.de

 

Veranstaltungsankündigung: 230 Jahre Mainzer Republik

  1. März 2023 | 11 Uhr | Haus des Erinnerns

Vor 230 Jahren wurde Mainz Schauplatz eines Meilensteins der deutschen Demokratiegeschichte. Am 18. März 1793 wurde vom Balkon des Deutschhauses ein Rheinisch-Deutscher Freistaat ausgerufen. Die Mainzer Republik gilt als einer der ersten demokratischen Gehversuche auf deutschem Boden. Als solcher ist sie mittlerweile fester Bestandteil der demokratischen Erinnerungskultur in Deutschland. Gemeinsam mit dem Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz und dem Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz e. V. möchte die Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte e. V. (GEDG) anlässlich des Jubiläums an die wechselvolle Geschichte der Mainzer Republik erinnern.

Neben einem historischen Einführungsvortrag, wird Tino Leo sein Theaterstück „Der Freiheitsbaum“ vorführen.

Hier gelangen Sie zum ausführlichen Programm.

 

Veranstaltungsankündigung: Stadtrundgang – „Auf den Spuren von Mainzer*innen zwischen Verfolgung, Widerstand und Emanzipation“

  1. März 2023 | 11 Uhr | Treffpunkt: Haus des Erinnerns

Im Rahmen der Mainzer Erinnerungswochen stieß dieser Stadtrundgang auf so großes Interesse, dass wir ihn nun erneut als öffentliche Führung anbieten. Stadtgeschichte ist keine Männergeschichte: Die Geschichte von Mainz lässt sich nicht erzählen, ohne gleichzeitig auch an das Leben und die Lebensumstände ihrer Bewohnerinnen zu erinnern. Doch noch immer hält sich hartnäckig die Ansicht, nur „große Männer“ hätten die Geschicke der Stadt gelenkt. Dabei hat die weibliche Hälfte der Bevölkerung quer durch alle Jahrhunderte einen ebenso hohen Anteil am Geschehen in Mainz – und nicht wenige Frauen wirkten auch weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Dieser etwa zweistündige Rundgang stellt das Leben und Wirken von Mainzer*innen aus den letzten zwei Jahrhunderten in den Mittelpunkt, die sich hier in der Stadt auf vielfältige Weise engagierten, gegen einengende Frauenrollen opponierten und gesellschaftlich gesetzte Grenzen nicht einfach hinnehmen wollten.

Anmeldung und Fragen unter: franziska.hendrich@haus-des-erinnerns-mainz.de

 

Veranstaltungsankündigung: Autoritarismus gegen Demokratie – Russlands Krieg gegen die Ukraine

  1. März 2023 | 18.30 Uhr | Volkshochschule Mainz (Karmeliterplatz 1, 55116 Mainz)

Vortrag von Elmar Theveßen, ZDF-Studioleiter Washington, mit anschließender Podiumsdiskussion

„Der 24. Februar 2022 markiert eine Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents.“ – so beginnt Bundeskanzler Olaf Scholz seine Regierungserklärung in der Sondersitzung des Bundestags am 27. Februar 2022. Inzwischen ist ein Jahr seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen, imperialistischen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine vergangen. Tausende militärischer und ziviler Opfer sind zu beklagen – und ein Ende des Kriegs ist nicht absehbar. Jeden Tag erreichen uns über zahlreiche Medien erschreckende Bilder von menschlichem Leid, Tod und Zerstörung ukrainischer Städte, Dörfer und Infrastrukturen. In seinem Vortrag zeigt ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen, wie die USA, ihre Regierung und ihre Bevölkerung den Krieg wahrnehmen und einordnen. Er spricht dabei auch über Hintergründe, Aussagekraft und Überprüfbarkeit der Quellen.

Im Anschluss sollen in einer Podiumsdiskussion einige der drängenden Fragen kontrovers diskutiert werden, die in Berichten, Kommentaren und Talkshow-Debatten eine Rolle spielen, sowie Dynamik und bisweilen Zuspitzung erfahren. Zur Sprache kommen sollen mögliche Szenarien sowie militärische, zivile und diplomatische Perspektiven zur Beendigung dieses mörderischen Angriffskriegs Russlands, mögliche Konsequenzen für Deutschland, die Rolle der Medien und die Sprache des Diskurses in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung.

Nach einer Debatte auf dem Podium mit Gästen aus Politik- und Medienwissenschaft sowie der Bundeswehr möchten wir darüber mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutieren.

Podiumsdiskussion: Der russische Überfall auf die Ukraine, die Zukunft der europäischen Sicherheitsordnung im Spiegel der Medienberichterstattung und die Bundeswehr der Zukunft

Generalmajor Markus Kurczyk, Kommandeur des Zentrums Innere Führung der Bundeswehr
Prof. Dr. Johannes Varwick, Politikwissenschaftler, Universität Halle/Saale
Prof. Dr. Sabine Schiffer, Medienwissenschaftlerin, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Frankfurt/Main und Institut für Medienverantwortung, Berlin
Elmar Theveßen, USA-Korrespondent des ZDF

Moderation: Hans Berkessel, Historiker und Pädagoge, Vorsitzender der Stiftung Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz
Schlusswort: Dr. Tessa Debus, Verlegerin des Wochenschau Verlags Frankfurt/Main
Anmeldung erforderlich unter folgendem Link oder per Mail an vhs@vhs-mainz.de, jeweils unter Angabe der Kursnummer XE91000.