Nachbericht des Jugendforums (JuFos)

Im Dezember ging unser Forderungskatalog der zweiten Jugenddemokratiekonferenz in Druck. Nun kann er auch auf unserer Homepage eingesehen werden.

Am 13. Dezember kam der SPD-Bundestagsabgeordnete Daniel Baldy erneut zu Besuch ins Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz, um sich mit den Jugendlichen über die Jugenddemokratiekonferenz und die daraus entstandenen Forderungen zu unterhalten.
Ein zentraler Punkt dieses Gespräches war die Frage nach der Kommunikation zwischen Politiker*innen und Jugendlichen. Wie können Politiker*innen auf den jugendrelevanten Plattformen mit den Jugendlichen auf Augenhöhe kommunizieren? Gerade in der aktuellen Zeit, in der Rechtspopulist*innen diese Medien nutzen, um rechtes Gedankengut, Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Hetze zu verbreiten, ist es wichtig einen Gegenpol zu bilden und anzubieten. Wie kann man jedoch auf einer Plattform, die sehr schnelllebig und auf Emotionen angelegt ist mit Fakten und Aufklärungen Klicks und Reichweite generieren? Dies macht es für populistische Aussagen einfacher und für Gegenargumente wesentlich schwerer. Leider kam man noch auf keine zufriedenstellende Lösung, doch konnte in einem Ideenaustausch viele Möglichkeiten der Beteiligung von Politik auf den Sozialen Medien angesprochen werden. Das Jugendforum bedankt sich für den sehr netten und offenen Austausch und freut sich auf künftige Besuche.

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„Erinnerungskultur im Wandel – neue Herausforderungen und Wege des Lernens und Arbeitens in Gedenkstätten“

Neben den Mainzer Erinnerungswochen kamen in der Woche vom 27. Januar viele Schulgruppen für Workshops und Stadtrundgänge in unser Haus. Außerdem durften wir am 15. Januar die Bühne für die Theateraufführung der Mainzer Kammerspiele „Die Unschuldigen in Nürnberg“ sein und boten so 40 Schüler*innen die Möglichkeit zum Besuch dieses eindrucksvollen Stücks. Ein besonderer Termin war für uns die Buchvorstellung unseres dritten Bandes „Erinnerungskultur im Wandel – neue Herausforderungen und Wege des Lernens und Arbeitens in Gedenkstätten“ aus unserer Schriftenreihe „Erinnerungskultur und Demokratie“. Im Rahmen der Buchvorstellung führte Dr. Walter Rummel, einer der Autor*innen des Bandes, genauer in den Beitrag „Resilienz gegen Rechtsextremismus: Demokratisch-rechtsstaatliche Wertekompetenz und Menschenrechtsbildung in der Ausbildung der Polizei“ ein und zog dabei wichtige aktuelle Bezüge. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war das Podiumsgespräch zwischen Hans Berkessel und Peter E. Kalb über den ersten Frankfurter Auschwitzprozess, bei dem Herr Kalb jüdische Opfer-Zeug*innen betreute.
Hier gelangen Sie zur Leseprobe unseres dritten Bandes.
Hier können Sie das Infosheet herunterladen und hier das Buch bestellen.