Manchmal fehlt es an Geld, um die Webseite des Vereins barrierefreier zu gestalten mal werden Mittel gebraucht, um ein Nachbarschaftsfest zu organisieren. Mehr als die Hälfte der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland verfügen über weniger als 10.000 Euro Gesamteinnahmen. Kleinere Fördermittelbeträge können hier eine große Hilfe sein – auch für lose Gruppen ohne Rechtsstatus, die es oft schwer haben, überhaupt Förderungen beantragen zu können. In den vergangenen Jahren hat die Bereitstellung kleinerer Förderbeträge bis 5.000€ (sog. Mikroförderung) als Instrument zur Stärkung bürgerschaftlichen Engagements an Bedeutung gewonnen. Das Feld der Förderinstitutionen reicht von Sparkassen oder Bürgerstiftungen vor Ort, über Landesministerien bis hin zu bundesweiten Förderinstitutionen wie die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.
Die HSPV NRW (Prof. Dr. Andrea Walter) und ZiviZ im Stifterverband (Dr. Peter Schubert/Julia Bartel) führen aktuell gemeinsam eine bundesweite Studie zur Bedeutung von kleineren Fördermittelbeträgen für zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland durch. Die Befragung richtet sich sowohl an Organisationen mit Rechtsstatus (Vereine, Stiftungen oder auch gemeinnützige Kapitalgesellschaften) als auch an lose Gruppen und Initiativen ohne Rechtsstatus. Ziel ist es, besser zu verstehen, wofür Organisationen die beantragten Mittel einsetzen, welche Herausforderungen sie dabei erleben und welche Verbesserungen sie sich wünschen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, entsprechende Förderprogramme gezielter an den Bedarfen der Praxis auszurichten. Die Studie wird durch WestLotto gefördert. Hier geht’s zur Befragung https://s2survey.net/foerdermittelstudie