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Antisemitismus hat viele Gesichter: Ob in Person eines in die Jahre gekommenen Rockstars oder deutscher und österreichischer Kabarettist*innen, ob als problematischer Auswuchs postkolonialer Theorien, auf Theaterbühnen, Musikfestivals, Preisverleihungen oder Weltkunstausstellungen, im Kern geht es letztlich in allen Fällen um das Gleiche: Ressentiment und Feindseligkeit gegenüber Jüdinnen*Juden. So regelmäßig es zu Antisemitismus-Skandalen im Kulturbetrieb kommt, so routiniert und ritualisiert werden berechtigte Antisemitismusvorwürfe oftmals als das eigentliche Problem verhandelt und die Betroffenen mit ihrer Kritik übergangen und alleingelassen. Dadurch wird nicht nur der Antisemitismus in zahlreichen Kunst- und Kulturinstitutionen bagatellisiert und jüdische Perspektiven unsichtbar gemacht, sondern auch jüdische Künstler*innen ausgeschlossen.

 

Angesichts dieser vielfältigen Problemlage widmet sich der diesjährige SABRA-Fachtag

»Alles von der Kunstfreiheit gedeckt? Antisemitismus in Kunst und Kultur«

am 20. November 2023 von 09:30 bis 18:30 Uhr

in den Räumlichkeiten der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf

dem Themenfeld Antisemitismus in Kunst und Kultur. Im Rahmen der Veranstaltung sollen sowohl Hintergründe analysiert und offene Fragen diskutiert als auch Perspektiven für eine antisemitismussensible künstlerisch-kulturelle Praxis skizziert werden.

Eine Einladung mit einem detaillierten Programm und Hinweisen zur Anmeldung folgt voraussichtlich im September. Die Veranstaltung findet voraussichtlich in Präsenz statt.

 

 

Weitere Veranstaltungshinweise

„Religionsfreiheit für jüdische Feiertagspraxis in Nordrhein-Westfalen“

Öffentliche Abendveranstaltung (30. August, 18.30 Uhr)

Ort: Leo-Baeck-Saal der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Paul-Spiegel-Platz 1, 40476 Düsseldorf

Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft von Berivan Aymaz, Vizepräsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen und Vorsitzende der Parlamentariergruppe NRW-Israel, statt.

Weitere Informationen finden Sie im angehängten Flyer.

 

„Ein Traum wird wahr (?) Zur KMK-Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule“

Öffentliche Abendveranstaltung mit Dr. Wolfgang Geiger – Vorsitzender des VHGLL – Verband Hessischer Geschichtslehrerinnen und -lehrer (6. September, 19.30 Uhr)

Moderation: Florian Beer (SABRA)

Ort: Online via Zoom

Im Jahr 2021 erschien die gemeinsame Empfehlung des Zentralrats der Juden, der Antisemitismusbeauftragten von Bund und Ländern und der Kultusministerkonferenz zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule. Zwei Jahre später ist es Zeit für einen kritischen Blick: Was leistet die Empfehlung? Und was nicht? Welche neuralgischen Stellen mit Blick auf Schulbücher und etablierte Klischees wurden aufgezeigt?

Zoom-Meeting beitreten

https://us06web.zoom.us/j/82365373370?pwd=SVhRZVNEZjZEWFA2dk9oWXpJbVk2Zz09

Meeting-ID: 823 6537 3370

Kenncode: 424512

 

 Lesung mit Marina Frenk: „ewig her und gar nicht wahr“

(7. September, 18.30 Uhr)

Moderation: Dr. Luisa Banki

Ort: Zentralbibliothek Düsseldorf

Ein hinreißender Debütroman voller Liebe zu den Menschen, mit feinem Gespür für die Verwerfungen der Geschichte. Die aus Moldawien stammende Marina Frenk hat ein humorvolles und poetisches Buch geschrieben: über Herkunft, Liebe und das schmerzhafte Ankommen bei sich selbst. (SWR2)

Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Im romanischen Salon. Eine Lesereihe jüdischer Autor*innen in vier Städten in NRW“ des Kompetenzverbundes Antisemitismus NRW. Alle Veranstaltungsankündigungen finden Sie im angehängten Flyer.