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„Demokratieland Rheinland-Pfalz „Freiheitsaufgaben – für eine kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit“
Ein Appell gegen die Lockrufe autokratischer Entmündigung – für eine kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit. Rechtsruck und Verzagtheit im Osten wie im Westen, und statt eines liberalen Endes der Geschichte multiple Krisen und globale autoritäre Bedrohungen – die deutsche Demokratie steht am Scheideweg: Stellen wir uns den Freiheitsaufgaben oder geben wir unsere Freiheit auf? Marko Martin blickt über den Tellerrand der innerdeutschen Debatten zu den großen europäischen Stimmen.
Mit „Freiheitsaufgaben“ hat er einen mitreißenden Appell gegen die Lockrufe nach autokratischer Entmündigung und für eine kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit verfasst. Als gebürtiger Sachse, als Kriegsdienstverweigerer noch vor Mauerfall ausgereist, ist Marko Martin in Ost und West sozialisiert. Aus dieser besonderen Position hat er einen Blick für die Ausreden und Scheinheiligkeiten auf beiden Seiten. Seine Kritik an der deutschen Ukraine-Politik und dem Umgang mit der osteuropäischen Dissidenz im November 2024 in Schloss Bellevue zum Jahrestag des Mauerfalls ging viral. „Eine Sternstunde der Demokratie“, schrieb die ZEIT über Marko Martins Rede vor dem Bundespräsidenten.
Gerade das dissidentische Denken des 20. Jahrhunderts, das Marko Martin fortführt, gibt uns heute im 21. Jahrhundert Grund für Zuversicht: Dissidentinnen und Dissidenten haben die geschichtlichen Brüche an ihrer eigenen Existenz erfahren. In ihrer illusionslosen Kritik an den Regimen und Ideologien haben sie ein feines Gespür für Gefährdungen entwickelt, die uns heute wieder beunruhigend aktuell erscheinen. Wer ihren Impuls aufnimmt, hat kein Recht mehr, pessimistisch zu sein. Marko Martin ermutigt uns klug, welthaltig und nicht ohne Heiterkeit, unser Verständnis von Freiheit zu überprüfen. Zu stark ist das Missverständnis vieler, diese bedeute automatisch Glück. Doch Freiheit heißt Verantwortung und ist nach Manès Sperber „die kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit“. Könnte nicht gerade daraus so etwas wie Glück entstehen?
Das Gespräch wird von Dr. Tim Müller, Demokratieland-Referent der LpB, moderiert. Marko Martin wurde zuletzt mit dem OVID-Preis des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland (2025), dem Reiner-Kunze-Preis 2025 sowie dem Werner-Schulz-Preis (2026) ausgezeichnet.
Termin:17. Juni 2026, 18:30-20:30
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Mehr erfahrenOrt: Zitadellenweg
Mainz
Rheinland-Pfalz
55131
Deutschland





